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Facharbeit 1989

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Nähr- und Mineralstoffgehalte verschiedener Futtermittel, den Gesundfutterarten und Kraftfutterkomponenten, die für die Fütterung in der Schafhaltung vor allem in Frage kommen, haben auf Grund der DLG-Futterwerttabellen folgende Werte:1000g des Futtermittels enthalten:

Futtermittel Trocken-
substanz g
verd. Rohprotein g Stärkeeinheit StE Ca P Na
Grünfutter
Weidegras, (Mähweide)
Kleegrasgemisch
Markstammkohl
Landsbergergemenge

185
230
125
168

28
22
18
20

120
115
81
90

1,2
3,0
2,4
1,4

0,7
1,4
0,4
0,5

0,2
-
0,2
0,1
Gärfutter
Wiesengras
Mais (mittlerer Kolbenanteil)
Zuckerrübenblatt

300
300
200

27
12
15

65
175
89

2,2
0,8
2,0

1,0
0,6
0,4

-
-
1,0
Heu und Stroh
Wiese (in der Blüte)
Luzerne (in der Blüte)
Haferstroh
Gerstenstroh (Wintergerste)

870
870
880
890

56
118
6
21

336
294
183
202

6,3
13,6
3,6
2,6

2,3
2,3
1,2
0,7

0,7
0,4
2,0
-
Hackfrüchte
Gehaltsrübe
Massenrübe

189
112

7
7

86
66

0,5
0,3

0,4
0,3

0,8
0,4
Getreide und Nebenprodukte
Hafer
Gerste
Weizen
Roggen
Mais
Ackerbohnen
Sojaschrot (extrahiert)
Weizenkleie
Trockenschnitzel (melassiert)
Malzkeime

884
870
870
870
874
866
879
870
900
915

92
80
90
60
53
223
421
107
48
216

645
719
751
727
746
686
704
437
610
508

1,1
0,7
0,6
0,8
0,3
1,4
2,7
1,6
8,8
2,4

3,1
3,4
3,3
2,9
2,8
4,2
6,2
11,3
1,0
7,4

0,3
0,3
0,1
0,2
0,2
0,2
0,2
0,5
2,2
0,6
Obsttrester (siliert)
Biertreber (siliert)
Preßschnitzel (siliert)
238
265
200
0
53
12
94
139
117
-
0,9
-
-
1,5
-
-
0,1
-

Die Angaben über den Nährstoffgehalt sind jedoch nur Richtzahlen bzw. Mittelwerte, die von verschiedenen Faktoren beeinflußt werden, z.B. Bodenqualität, Vegetationsstadium, Futterwerbung. Sie können deshalb gewisse Schwankungen aufweisen.
Durch folgende Maßnahmen ist die Grundlage für eine leistungsgerechte Fütterung zu schaffen:
- Art und Menge der im Betrieb vorhandenen oder kosten- bzw. preiswürdig zu beziehenden Futtermittel feststellen, d.h. einen Futtervorschlaf aufstellen.
- Beachtung der Nährstoff- und Mineralstoffgehaltswerte der verfügbaren Futtermittel auf der Grundlage der Richtwerte an Hand der DLG-Futterwerttabellen unter Vermeidung einer einseitigen Futterration.
- Erstellung und Berechnung der Ration nach dem Nährstoffgehalt der Futtermittel und Vergleich der errechneten, insgesamt enthaltenen Nährstoffen mit den Richtwerten für den Nährstoffbedarf der Tiere in den jeweiligen Entwicklungs- und Leistungsstadien.
Bei der Berechnung einer bedarfsgerechten Futterration für ein hochträchtiges Schaf geht man dabei folgendermaßen vor:
- In Spalte 1 werden zunächst die Grundfuttermittel (Beispiel: Grassilage, Wiesenheu) und darunter die vorhandenen und für eine Aufwertung der Grundfutterration erforderlichen Kraftfutterkomponenten (Hafer, Trockenschnitzel) erfaßt und eingetragen.
- In Spalte 2 legt man zunächst die Futtermengen anhand von Erfahrungen bzw. Rationsbeispielen fest.
- In Spalte 3, 4 und 5 werden die Trockensubstanz- und Nährstoffgehaltswerte / kg des jeweiligen Futtermittels eingetragen.
- Die Berechnung der Rationswerte (Spalte 6, 7 und8) erfolgt durch Multiplikation der Spalte 2 x 3,2 und 2 x 5 z.B.
3,0kg Silage x 300g TS = 900g TS oder 0,2 kg Heu x 870g TS = 174g TS
Die jeweiligen Summen der Spalten 6, 7 und 8 ergeben einen Schätzwert des Nährstoffgehaltes in der täglichen Ration, der mit dem Normbedarf für ein hochträchtiges Schaf gut übereinstimmt