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Facharbeit 1989

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Die Entwicklung des Lammes hängt in den ersten Wochen weitgehend von der Milchleistung des Mutterschafes ab. Eine hohe Milchleistung ist demzufolge grundlegend für eine hohe Aufzuchtleistung.Für die Produktion von 1kg Milch benötigt ein Schaf ca. 100g verd. Rohprotein in 400 StE. Die dafür notwendigen Nährstoffmengen können aufgrund der beschränkten Aufnahmekapazitäten des Pansens nicht allein aus dem Grundfutter gedeckt werden, sondern sind über eine Kraftfutterzulage zu ergänzen.

Folgende fütterungstechnische Grundsätze während der Laktionsphase sollten beachtet werden:
- Kein krasser Futterwechsel gegenüber den letzten Trächtigkeitswochen, sonst kommt es zu Veränderungen der Milch, und damit zu Durchfällen bei Lämmern.
- Um die Milchleistung zu erhalten müssen ca. 200 - 400g Kraftfutter je gesäugtes Lamm zusätzlich zum Grundfutter gegeben werden.
- Eine stets hygienisch einwandfreie Wasserversorgung sicherstellen.
- Ausreichende Mineralstoff- und Vitaminversorgung.

Hinsichtlich der Nährstoffverwertung des Lammes kann man die Fütterung in drei Phasen einteilen:
- Ausschließlich Milchphase: Von Geburt an bis etwa 3. Lebenswoche kann das Lamm wegen der Magenentwicklung nur von flüssiger Nahrung leben.
- Übergangsphase: Von der 3. bis etwa 6. Lebenswoche kann das Lamm neben der Milch zunehmend größere Mengen an Trockenfutter verwerten, da sich der Pansen entsprechend entwickelt.
- Wiederkäuerphase: Ab etwa dem 42. Lebenstag kann das Lamm ohne größere Schwierigkeiten von der flüssigen Nahrung (Muttermilch-Milchtränke) entwöhnt werden.
Bei meiner Milchschafhaltung habe ich mich für die mutterlose Aufzucht der Lämmer entschieden, da meine Haupteinnahmequelle der Milchverkauf ist.

Für die praktische Anwendung haben sich im wesentlichen folgende Punkte als bedeutsam erwiesen:

Die freie Tränkeaufnahme (ad libitum) empfiehlt es, 5-10 Lämmer je Saugstelle anzusetzen. Die Gefahr des Übersaufens (Lämmerverluste) lässt sich so erheblich verringern, und auch schwache Lämmer können öfter kleinere Mengen aufnehmen, was sich besonders günstig auf Verdauung und Wachstum auswirkt.
Die regelmäßige, einwandfreie Reinigung der Tränkegeräte einschließlich Sauger ist aus gesundheitlichen Gründen unerläßlich.
Neben der Milchtränke sollte auch Kraftfutter, frisches Heu, sowie stets frisches Wasser angeboten werden, damit die Trockenfutteraufnahme und die Vormägenentwicklung gefördert wird. Das Absetzen von der Tränke geschieht durch zunehmende Verminderung der Tränke je Mahlzeit und einer erhöhten Kraft- und Gesundfutterration. Zuchttiere werden etwa mit 30 kg auf eine extensive Fütterung (Wirtschaftsfutter +0,5kg -0,8kg Kraftfutter) umgestellt.
Ich selbst habe mich bei meiner Schafhaltung für die Koppelhaltung entschieden. Da die umliegenden Felder unmittelbar an die Stallung anschließen. Aus Hygienegründen bleibt die Schafherde nie länger als 10 Tage auf einem Weidestück. Um den Parasitenbefall möglichst gering zu halten, werden die Weiden als Mähweide genutzt. Die Schafe können Tag und Nacht frei von Stall zur Weide wechseln. In der Stallung ist durch Tränkebecken die unbeschränkte Versorgung mit Trinkwasser gegeben. Eine Mischung von Heu und Grummet 1:1 wird ad libitum angeboten, auch liegen Mineral- und Salzsteine auf. Die Kraftfuttergaben werden als Lockfutter benutzt und im Melkstand (14 Stück) verabreicht. Im Winter sind die Tiere in 3 Gruppen unterteilt; immer 14 Stück auf 30 qm⊃2;. Die Winterration setzt sich aus Heu (ad libitum), Silage, Futterrüben und Trockenschnitzel zusammen. Als Kraftfutter wird eine Mischung aus Gerste-Weizen-Hafer angeboten. In welchen Mengen die Komponenten angeboten werden, habe ich noch nicht festgelegt. Geplant ist, dass die Schafe auch im Winter bei gutem Wetter auf schneefreien Flächen ausgetrieben werde. Die Jungitiere werden wegen Arbeitserleichterung am elterlichen Hof in Weidehaltung aufgezogen. Sie erhalten eine tägliche Kraftfuttergabe von 0,5 - 0,8 kg Weizen, Hafer und Gerstengemisch.